pflegekosten-berechnen.at

Pflegeheim Kosten Niederösterreich 2026

In Niederösterreich legt die Landesregierung die Tarife der NÖ Pflege- und Betreuungszentren jedes Jahr fest. Der Tagsatz besteht aus einem Grundtarif, der für alle Bewohner gleich ist, und einem Pflegezuschlag je nach Pflegestufe.

Aktualisiert: November 2026

€95,52–€101,87

Grundtarif pro Tag (2026)

80 %

der Pension gehen max. an das Land

Stufe 4

in der Regel Voraussetzung

Offizielle Tarife 2026 nach Pflegestufe

Grundtarif 1–3 je nach baulichem Ausstattungsstandard des Hauses plus Pflegezuschlag. Die Spanne ergibt sich aus Grundtarif 1 (günstigster) bis Grundtarif 3 (höchster Standard), jeweils im Mehrbettzimmer:

Pflegestufepro Tagpro Monat (30 Tage)
Stufe 1€103,10–€109,45€3.093–€3.284
Stufe 2€109,20–€115,55€3.276–€3.467
Stufe 3€117,36–€123,71€3.521–€3.711
Stufe 4€146,59–€152,94€4.398–€4.588
Stufe 5€177,07–€183,42€5.312–€5.503
Stufe 6€203,09–€209,44€6.093–€6.283
Stufe 7€257,84–€264,19€7.735–€7.926

Zuschlag für ein Einzelzimmer: €18,40 pro Tag. Im Grundtarif ist ein Investitionskostenzuschuss von €12,43 enthalten.

Was zahlen Sie selbst?

  • Grundsätzlich zahlen Bewohner die Kosten aus Pension und Pflegegeld. Reicht das nicht, übernimmt das Land NÖ als Sozialhilfeträger den Rest.
  • Die Pension geht in diesem Fall zu maximal 80 % an das Land über. Besteht eine Unterhaltspflicht, sind es 50 % – für jede weitere unterhaltsberechtigte Person 10 % weniger.
  • 20 % der Pension und die Sonderzahlungen (13. und 14. Pension) bleiben Ihnen.
  • Auch das Pflegegeld geht zu maximal 80 % an das Land. Als Taschengeld bleiben 10 % der Stufe 3 – 2026 sind das €59,26 pro Monat.

Rechenbeispiel Niederösterreich

Bewohnerin mit Pflegegeld Stufe 4 und €1.500 Pension netto (14× jährlich):

Grundtarif 3 + Pflegezuschlag Stufe 4 (30 Tage)€4.588,20
– 80 % der Pension– €1.200,00
– 80 % des Pflegegeldes Stufe 4– €710,80
Übernimmt die öffentliche Hand€2.677,40

Der Bewohnerin bleiben: €300,00 pro Monat aus der Pension, die 13. und 14. Pension sowie €59,26 Taschengeld aus dem Pflegegeld.

Das Land NÖ übernimmt die Differenz. Tarife und Pflegegeld 2026. Vereinfachtes Beispiel ohne Einzelzimmer, Unterhaltspflichten oder weitere Einkünfte. Alle Angaben ohne Gewähr.

Antrag auf einen Pflegeheimplatz

Den Antrag auf Kostenübernahme stellen Sie bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat Ihres Hauptwohnsitzes (Fachgebiet Soziale Verwaltung). Antrag und Verfahren sind kostenlos.

Beizulegen sind unter anderem Einkommensnachweise, ein ärztlicher Bericht und die Indikationsliste.

Voraussetzung ist in der Regel ein Pflegebedarf entsprechend Pflegegeldstufe 4 oder höher. Im Einzelfall – etwa bei Demenz – ist eine Aufnahme auch mit niedrigerer Stufe möglich.

Angehörige und Vermögen

Seit 1.1.2018 gibt es in Niederösterreich keinen Kostenersatz mehr zwischen Ehepartnern und keinen Kostenersatz von Kindern für ihre Eltern.

Auf Vermögen darf nicht zugegriffen werden (§ 330a ASVG). Erträge aus Vermögen – etwa Zinsen oder Mieten – gelten aber weiterhin als Einkommen.

Häufige Fragen: Pflegeheim in Niederösterreich

Was kostet ein Pflegeheim in Niederösterreich 2026?

Laut Tarifliste des Landes NÖ zwischen €103,10 (Stufe 1) und €264,19 (Stufe 7) pro Tag im Mehrbettzimmer – das sind rund €3.093 bis €7.926 pro Monat. Ein Einzelzimmer kostet €18,40 pro Tag mehr.

Wie viel von meiner Pension bleibt mir im Pflegeheim in Niederösterreich?

20 % der Pension sowie die 13. und 14. Pension. Vom Pflegegeld bleibt ein Taschengeld von €59,26 pro Monat (2026).

Muss mein Ehepartner in Niederösterreich für das Pflegeheim zahlen?

Nein. Laut Land NÖ entfällt seit 1.1.2018 der Kostenersatz zwischen Ehepartnern. Hat die Bewohnerin bzw. der Bewohner selbst eine Unterhaltspflicht, gehen statt 80 % nur 50 % der Pension an das Land.

Wo beantrage ich einen Pflegeheimplatz in Niederösterreich?

Bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat Ihres Hauptwohnsitzes. Antrag und Verfahren sind kostenlos.